Drei unterschiedliche Lichtsysteme schaffen die Atmosphäre in einem armenischen Café, eine halb versteckte Cocktailbar im The Shepherd Mayfair lässt vergangene Zeiten wieder aufleben und Dior setzt bei seinem neuen Standort in Japan auf einen galerieartigen Ansatz. Hier sind die Openings dieser Woche.
balbek bureau
Das japanische Konzept wakon yōsai – japanischer Geist, westliche Technik – prägt die Gestaltung des Kiewer Restaurants 81 Funky Japanese. Das tagsüber als Kissaten und abends als Restaurant genutzte Lokal befindet sich in einem Souterrain und setzt Licht gezielt ein, um mit den architektonischen Gegebenheiten umzugehen.
Individuell gefertigte, gravierte Paneele, die von Shoji-Türen inspiriert sind, filtern das Licht durch wellenförmige Linien und Spiralen und erinnern gleichzeitig an das Stadtbild Tokios. Zu den besonderen Details gehören Mahjong-Steine und ein Mosaikboden, kombiniert mit cartoonartigen Figuren und einem nudelförmigen Telefonkabel, das sich durch den Raum zieht.
Adresse: Bohdana Khmel’nyts’koho St, 33/34, Kyiv, Ukraine
Buckley Gray Yeoman, Timothy Shepherd of Shepherd&
The Shepherd Mayfair öffnet im September seine Türen und bietet 82 Zimmer und Suiten. „Wir haben uns von den ursprünglichen Mansions of Mayfair inspirieren lassen, in denen Geschäft und Vergnügen nebeneinander existierten“, erklärt der leitende Architekt Timothy Shepherd.
Das Gebäude beherbergt das Fayre, eine Brasserie mit Sitzbänken aus Brokat und Tapeten des Künstlers Adam Ellis, die Viehmärkte und einen Jongleur darstellen und damit die Geschichte des Shepherd Market aufgreifen. Die Lounge, ein ganztägig geöffnetes Café, sowie eine von maßgefertigten Wandgemälden umgebene Speakeasy-Bar greifen die lebendige Atmosphäre des Viertels auf.
Braille- und Morsecode-Details verweisen auf die Verbindung zwischen der Spionage während des Krieges und dem Stadtviertel. Schminktische, die sich in Schachstationen verwandeln lassen, Banker-Lampen und Fenstersitzplätze übertragen traditionelle Elemente englischer Stadthäuser in ein zeitgemäßes Gestaltungskonzept.
Adresse: 2 Stanhope Row, London W1J 7BT, Vereinigtes Königreich
Sou Fujimoto, Peter Marino
In Osaka erstrahlt das neue House of Dior mit einem goldenen Leuchten zwischen den Hochhäusern. Ein dezentes Licht durchdringt die Fassade, bringt die geschichtete, drapiert wirkende Außenhülle zum Leuchten und verleiht der Architektur eine Anmutung von Haute Couture.
Im Inneren rahmt eine breite, geschwungene Treppe eine sturmähnliche Skulptur von Alice Aycock und verbindet die verschiedenen Etagen miteinander. Der vertikale Garten im Bereich der Damenaccessoires, die floralen Kompositionen von Azuma Makoto sowie Lalannes Ginkgo-Bank spiegeln die Bewunderung des Couturiers für Natur und Kunst wider.
Im obersten Stockwerk verstärkt das Restaurant Monsieur Dior die Verbindung zwischen Frankreich und Japan: Lokale Zutaten werden hier für Gerichte der Haute Cuisine verwendet.
Adresse: 1 Chome-9-17 Shinsaibashisuji, Chuo Ward, Osaka, 542-0085, Japan
Kidz
Der zweite Standort von Fein in Jerewan, Armenien, dreht sich im wahrsten Sinne des Wortes um das Ritual des Kaffeetrinkens. Eine zentrale Kaffeebar bildet den Mittelpunkt des 63 m² großen Raumes, während ein elliptisches Lichtpanel sie von der Decke aus in Szene setzt.
Diese Anordnung schafft einen offenen Raum rund um das Zentrum und ermöglicht Bewegung und Interaktion. Edelstahl prägt die Gestaltung der Kaffeetische, der Theke und der dahinterliegenden Wand.
Das Zusammenspiel der reflektierenden Metalloberflächen mit den verschiedenen Lichtsystemen erzeugt eine dynamische Atmosphäre. Eine hinterleuchtete Wand verbreitet ein sanftes orangefarbenes Licht, das mit einem kühlen LED-Streifen und der Deckenleuchte kontrastiert. So entsteht ein Farbverlauf, der die Wahrnehmung von Bewegung im Raum zusätzlich verstärkt.
Adresse: 40 Pushkin St, Yerevan 0002, Armenien