Weihnachten bleibt die emotional wichtigste Saison für den Einzelhandel – und das Schaufenster ist weiterhin die bedeutendste Bühne. Die Weihnachtssaison 2025 wird sich zunehmend auf Nachhaltigkeit, visuelle Ruhe und digitale Gestaltungselemente konzentrieren. Aktuelle Entwicklungen im Visual Merchandising zeigen, wohin die Reise geht, und geben einen Ausblick auf die Trends 2026, die sich in den Geschäften bereits abzeichnen.
Nachhaltige Materialien und natürliche Farben prägen das Erscheinungsbild moderner Weihnachts-Schaufenster.
Trend 1: Nachhaltigkeit wird zum Standard
Nachhaltigkeit ist im Schaufensterdesign zum Muss geworden. Hersteller und Ladenbauer setzen verstärkt auf modulare Displays, natürliche Materialien und wiederverwendbare Elemente. Was früher reine Saisonware war, wird heute als langfristige Gestaltungskomponente konzipiert – von Holzrahmen bis zu Stoffgrafiken. Das spart Ressourcen und wirkt zugleich hochwertiger.
Solche Konzepte lassen sich gerade in der Weihnachtszeit flexibel einsetzen: Ein wiederverwendbarer Holzrahmen kann im Advent mit Tannengrün, Papierornamenten und Lichterketten dekoriert werden – und im Januar unverändert weiterverwendet werden.
Praxistipp: Neutrale Basiselemente lieber umpositionieren als ersetzen – zum Beispiel farbige Bänder oder Papiersterne einsetzen, statt komplett neue Dekorationen zu kaufen.
Digitale Elemente wie QR-Codes schaffen neue Interaktionsmöglichkeiten in Weihnachts-Schaufenstern.
Trend 2: Verschmelzung von Digitalem und Physischem
Omnichannel-Strategien halten auch im Schaufenster Einzug. QR-Codes führen zu Produktinformationen, kleine LED-Installationen oder Projektionen erzeugen Bewegung, und Social-Media-Kampagnen verlängern die Präsenz in den digitalen Raum. Das Ziel: Interaktion statt reiner Dekoration.
Gerade zur Weihnachtszeit lassen sich spielerische Ideen umsetzen – von QR-Code-Adventskalendern mit täglichen Überraschungen bis hin zu Wunschlisten-Kampagnen, bei denen Kundinnen und Kunden Geschenkideen digital speichern können.
Praxistipp: Interaktive Licht- oder Projektionselemente ziehen Aufmerksamkeit auf sich – besonders wertvoll, wenn ein Call-to-Action beworben wird, etwa das Scannen eines QR-Codes oder die Teilnahme an einer kleinen Aktion.
Minimalistisches Design mit klarem Fokus: Ein einzelnes Objekt, sanftes Licht und warme Farbtöne prägen diesen reduzierten Weihnachtslook.
Trend 3: Ruhe statt Reizüberflutung
Nach Jahren der Überinszenierung rückt visuelle Klarheit in den Vordergrund. Reduzierte Farbpaletten – Beige-, Kupfer-, Zimt- oder Sandtöne – schaffen Ruhe und Wärme. Neue Visual-Merchandising-Konzepte setzen auf Konzentration statt Fülle: ein Produkt, eine Geschichte, eine Lichtstimmung.
Das gilt auch für Weihnachts-Schaufenster: Ein einzelnes Highlight-Produkt, in warmem Licht präsentiert und ergänzt durch einen dezenten Geschenkrahmen oder eine Schleifendetails, kann stärker wirken als eine überladene Weihnachtsszene.
Praxistipp: Eine harmonische Farbwelt und ein klarer Fokus erzeugen festliche Stimmung, ohne zu überfordern. So bleibt das Weihnachts-Schaufenster elegant und nachhaltig im Gedächtnis.